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Öl-Lagerbehälter im Gebäudebestand


Gemäß Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) vom 08.11.2011 hat der Hersteller die Verpflichtung, beim Inverkehrbringen von Tanksystemen dem Verwender eine Information über die Lebensdauer seiner Produkte zukommen zu lassen. Dem Verbraucher sollen die mit dem Produkt verbundenen Gefahren erkennbar sein, so dass er beurteilen kann, wie er sich schützen kann. Neben der Gebrauchs- und Einbauanleitung gehört hierzu ohne Zweifel auch der Hinweis, wann die übliche Gebrauchsdauer beendet ist.
Während bei Heizöllagerbehältern aus Stahlblech die Beständigkeit durch Korrosion beeinflusst wird, ist bei Kunststofflagerbehältern die Alterung des Materials der kritische Punkt. Eine genau Vorhersage, wann eine kritische Alterungserscheinung (Materialdehnung größer 4%) eintritt, kann niemand exakt vorhersagen. Jedoch liegt dieser Zeitpunkt gemäß Langzeitversuchen bei über 30 Jahren. Da ein Tank das zu lagernde Heizöl sicher aufzunehmen hat, kann er nicht bis zum endgültigen Versagen betrieben werden! Daher ist aus Sicht der Hersteller ein Tanktausch nach spätestens 30 Jahren sehr zu empfehlen.
Zudem gibt es auch deutliche Alterungsanzeichen am Tank wie am Befüll- und Entnahmesystem. Sie verlieren ihre Form, hängen durch, bei den Tanks fallen die Dächer ein und der Rumpf bekommt einen „Elefantenfuß“. Auch sind die Auffangräume für einwandige Tankanlagen meist nicht dicht und weisen in aller Regel einen erhöhten Renovierungsbedarf auf.
Für den Betreiber ist wichtig zu wissen, dass auch eine etwa bestehende Heizöltankversicherung nicht zahlt, wenn die Heizölverbraucheranlage nicht dem Stand der Technik entspricht.
Heute sind doppelwandige Behältersysteme Stand der Technik, damit entfällt die bauseitige Auffangwanne und durch die diffusionsdichte Ausführung (Qualitätslabel PROOFED BARRIER®) verringern sich die Geruchsbelästigungen. Obendrein sollte das Lagervolumen an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden, um eine Überalterung des Heizöles und damit eine Störquelle zu vermeiden.

Dieser Artikel wurde aus den Verbandsmitteilungen 1/2014 vom Fachverband SHK Niedersachsen übernommen.


Rolf Schnake  /  Installateur- und Heizungsbaumeister  /  Am Stadion 21  /  31860 Emmerthal  /  Telefon 05155-6596